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Rückflug

Hin und wieder zurück. Vor lauter Rückweg blieb mir keine Zeit diesen Eintrag gleich zu schreiben. Hiermit nachträglich viel Spaß beim Lesen.

Alle Zeiten sind lokale Uhrzeiten und nicht an die deutsche Zeit angepasst.

13:30 Warten auf Paul. Der wiederum wartet am anderen Ende der Stadt auf seine Freunde, da er diese ebenfalls Richtung Flughafen bringen soll. Es wird nach 14:00 bis er endlich da ist und die Zeit, in der ich am Flughafen sein sollte ist natürlich längst vorbei.

Vor mir eine riesengroße Schlange am Check-In-Schalter der British Airways. Endlich an der Reihe der nächste Hammer: Mein Koffer ist zu schwer. Juhu, genau zwei Kilogramm. Repack or Pay. Super. Als ob ich was auspacken könnte. Da gehen sie hin, meine letzten Dollar. Aber immerhin, ich bin noch rechtzeitig am Terminal und steige dann auch pünktlich in den Flieger.

16:15 Der Inder neben mir unterhält sich mit mir über unsere Familien, zumindest hat er das versucht. Es klingt zwar toll, aber verstanden haben ich die Hälfte, was wohl vor allem meiner Müdigkeit zu verantworten war. Aber das war ja noch in Ordnung. Sollte langsam nicht der Flieger starten? Und sollte nicht noch jemand neben mir, auf dem Fensterplatz sitzen? Ja, sollte. Eine Isländerin. Die kam zu spät. Und als sie dann saß, hat sie bemerkt, dass das Board-Videosystem nicht funktioniert und hat um einen anderen Platz gebeten. Hat sie auch bekommen. Und darüber könnte ich mich noch Stunden ärgern. Warum? Mich hat zuerst nichts gestört.

Ich habe mich dann ans Fenster gesetzt, mir ein Kissen geschnappt und erstmal ein paar Stunden geschlafen. Irgendwann hat mich dann der iPod meiner Freundin geweckt und ich habe mir Serenity angeschaut (mein erster geliehener Film im iTunes-Store, tolle Sache!) Dann war der Akku relativ leer, ich hatte keine weiteren Filme dabei und dann wurde mir klar, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Das Board-Videosystem ging nämlich nicht nur am Fensterplatz nicht. Es hat in der ganzen Reihe nicht funktioniert.

Dafür aber umso besser meine Beleuchtung. Die konnte nämlich die Frau auf dem Platz hinter mir anschalten, sie ihre dafür aber nicht. Da auch sie geschlafen hat, ist sie wohl irgendwann auf den Schalter gekommen und ich saß im Hellen. Kein Problem für mich, ich wollte mich sowieso an den deutschen Tagesrhythmus angleichen. Für das Kleinkind (geschätzte vier Jahre alt) auf dem Sitz vor mir war es dann aber zu hell. Kaum aufgewacht hat es angefangen zu brüllen. Und nicht mehr aufgehört. Den gesamten restlichen Flug nicht. Arg. Und nein, andere Plätze waren leider nicht mehr frei, nicht mal in der First Class, nirgends. Im halben Flieger war das Entertainment ausgefallen und während ich den Schlaf der Gerechten Dummen schlief, haben alle anderen mit dem Problem sich schlicht auf die jetzt besetzten Plätze upgraden lassen. Guten Service verschlafen, dass passiert auch nur mir.

Also Kopfhörer rein, Hörbuch (diesmal: Das Bernstein-Teleskop) an und versuchen zu entspannen.

10:25 Wir sollten eigentlich in London sein. Sorry, we are late, our flight might arrive at 12:15. Okay, immerhin nur 12:15. Mein Gehirn war noch etwas zu müde um das volle Ausmaß zu verstehen. Die Durchsagen der Stewardess haben dann aber schnell nachgeholfen: Die Anschlussflüge der Passagiere nach Delhi, Paris, Zürich wurden umgebucht und jeweils um eine Stunde verschoben. Da klingelt es auch bei mir: Mein Flug nach München geht um 12:30. Und ich wurde nicht umgebucht. Na klasse. Auch beim Umsteigen braucht man locker eine halbe Stunde durch die Sicherheitskontrollen.

12:25 Ankunft in London. Völlig fertig. SMS nach Hause, komme später, weiß nicht wie. Alle Info-Tafeln listen den Flug um 12:30. Dann die große Erleichterung: Ein netter Mitarbeiter am Schalter gibt mir die Info, dass ich es einfach noch versuchen soll. Ich kann zwar auch den nächsten Flieger nehmen, aber die Maschine steht noch auf dem Feld und ein Technikteam ist angerückt. Ich also ab durch die Sicherheitsschleusen (Notiz an mich selbst: Zum Fliegen ziehe ich ab sofort Slipper an, oder Turnschuhe mit Lazy-Lacing) und Passkontrollen und ab zum Flieger. Geschafft. Das technische Problem zog sich etwas in die Länge, aber sonst war der Flug von London nach München ereignislos. Und dank Rückenwind kamen wir nicht viel zu spät an.

16:40 Ankunft in München. Die Passkontrolle war nervig, weil ich die deutschen Gepflogenheiten beim Anstellen nicht mehr gewohnt war (alte Damen dürfen drängeln. Zu diesem Thema aber ein andermal). Mein Koffer sprang mir am Kofferband quasi entgegen, ich musst nicht einmal warten. Zoll war auch kein Problem, ich wurde nicht einmal angehalten. Und dann kam mir auch schon meine Freundin entgegen und meine Familie stand da und ich war zuhause. Schönes Gefühl.

Und weiter? Demnächst gibt es weitere Bilder und vielleicht noch ein paar Nachträge, schließlich ist mehr passiert als ich gebloggt habe. Und irgendwann kann ich hoffentlich auch meine Arbeit online zeigen.

So long.